Naitobi

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Einleben

9 August, 2007 · 1 Kommentar

Es ist wirklich eine beeindruckende Stadt und Welt. Soviel habe ich nun garnicht erlebt und dennoch komme ich nicht zur Ruhe. Hier passiert staendig so viel. Ich dachte immer in Afrika sei alles ein bisschen laid back und die Menschen wuerden alles etwas lockerer nehmen, aber das ist nicht der Fall. Sie sind voellig busy, staendig auf dem Sprung und versuchen ununterbrochen irgendwas irgendwie auf die Beine zu stellen. Sei es ein Projekt, ein Geschaeft oder oder auch nur ein Kiosk, rumliegen tut hier niemand, niemals, so mein Eindruck.

Mal sehen, wie sich diese Eindruecke zusammensetzen, wenn sich alles etwas gelegt hat. Im Augenblick scheint alles um mich herum zu wirbeln und auch in mir herrscht eine staendige Unruhe.

Kategorien: erste Tage

laufen kann ich wohl

8 August, 2007 · Kommentar schreiben

Gestern waren wir beim Training der Seniors und ich konnte einen Eindruck von der Mannschaft und den Spielern gewinnen. Wirklich gute Leute sind dabei und alle sind sehr engagiert. Sie sprechen immerzu von ihrer Community und dass sie sie unterstuetzen muessen, alles fuer sie geben. Weil das, so sagen sie, der einzige Weg sei um etwas zu verbessern. Verbessern laesst sich hier eine Menge. Die Menschen leben in ganz anderen Verhaeltnissen. Man sieht Kinder Klebstoff schnueffeln und vielen kauen Gatt. Nicht witzig. Enouce erklaerte mir, dass das Projekt bzw. die Mannschaft es schon bei einigen Spielern geschafft hat, sie von der Strasse zu holen und nun leben sie in einigermassen geordneten Verhaltnissen. Die Jungs im Team unterstuetzen sich gegenseitig und sind sehr sozial miteinander. Sie feuern sich an und achten aufeinander. So hat sich beim Training gestern ein Spieler leicht verletzt und ghleich waren 3 oder 4 Mitspieler da, die ihn fragten ob und wie es ginge.

Ich konnte gestern mal eine halbe STunde in den Verarbeitungsmodus gehen. Ich bin einige Runden um den Platz gelaufen und konnte dabei ganz gut abschalten. Ausserdem etwas mit den Kindern herumspielen, die jede Runde wieder versuchten mich einzuholen und mich zu fangen. Nachdem sie ca. eine halbe Stunde ununterbrochen Mzungu, Mzungu gerufen haben, mich beruehren wollten und mich anstarrten legte sich der Troubel um meine Person wenigstens fuer zehn Minuten.

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Kategorien: erste Tage

Erstes Training

7 August, 2007 · Kommentar schreiben

Erste Eindruecke,

gestern war ich das erste Mal beim Training der Mannschaft und habe gesehen, dass die wirklich Fussball zocken koennen. Die physisch sowas von fit und unermuedlich. Aber auch technisch haben die einiges drauf. Und das war erst die U17 Mannschaft. Ich bin also gespannt, wie es mit den Seniors heute abend wird. Die gerne wollen, dass ich mitspiele. Noch wollen sie das. Denn das Niveau ist wohl etwas hoeher als das der 4. Herren des SV 16. Naja ich werde sehen wie es lauft und davon berichten.

Heute morgen bin ich mit Enouce (wir uebrigens Enus) gesprochen durch Nairobi downtown getigert. Hin und her, vor und zurueck. Das war ziemlich anstrengend. Zumal der Linksverkehr noch total ungewohnt ist und die Leute hier ohnehin Autofahren, als ob es kein Morgen gaebe.

Wir waren unter anderem im Sportministerium, bzw. einem Buero des Ministeriums fuer soziale Sicherung. Dort wurde ich einem Mitarbeiter vorgestellt, der mich gleich auf Carlos Alberto angesprochen hat und das er ihn kenne und viel von Werder Bremen erwarte dieses Jahr. Schon krass zu sehen, dass die Bundesliga so bekannt ist.

Ein bisschen komme ich mir manchmal wie ein Ausstellungsstueck vor. Alle starren mich an und ich werde ueberall als erstes vorgestellt und vorgezeigt, aber so ist das wohl. Nur manchmal nicht ganz einfach den Menschen klar zu machen, dass ich zwar aus Deutschland /Europa komme, aber dennoch nicht Geld wie Heu habe.

Hier noch ein zwei Fotos vom Training gestern. Und an dieser Stelle nochmals Dank an Alice Graschtat und den VFL OSnabrueck. Dieser hat sicher ein paar neue Fans gewonnen, schliesslich laufen nun knapp 50 Kenianer mit Trikots des Vereins durch Nairobi. Schon irgendwie lustig.

Das Team der U 17

Die U17 Mannschaft und der Gast

Kategorien: erste Tage

DA

6 August, 2007 · 1 Kommentar

Hi,

heil angekommen bin ich und die erste Nacht habe ich gut verbracht. Kein Wunder, denn auf den Fluegen und am Flughafen habe ich kaum geschlafen. Der Flughafen von Dubai ist wirklich krass. Unglaublich riesig und man kann unglaublich viel, scheisse kaufen. Die schoene und sinnvolle 3 Kilo Toblerone zum Beispiel. Wer wollte die nicht immer schonmal haben. Ausserdem glaube ich, dass Terminal erfolgreicher war als viele glauben. Am Flughafen liegen und leben unglaublich viele Menschen. Und hier funktioniert Integration. Inder schlafen neben Pakistanern und Araber neben Amerikanern. Lustig anzusehen.

In Nairobi angekommen habe ich sofort einen Eindruck bekommen wie es laeuft hier. Der Taxifahrer musste prompt einem Polizisten 200 Schilling in die Hand druecken, damit der keinen Aufstand macht wegen eines Risses in der Fensterscheibe und auf dem Rueckweg musste nochmal bezahlt werden als wir in eine Kontrolle kamen. Sie scheinen so sage Enouce hier recht viel zu kontrollieren, wegen dieser Sektengeschichte vor einigen Monaten. Naja so ist das wohl.

Heute morgen haben wir erstmal eine Matratze gekauft und ich habe meine erste kenianische Dusche genommen. Und dann sind wir zu der U 17 Mannschaft marschiert. Das war erschlagen und beeindruckend. Da bezeichnet man das was wir in Deutschland sehen nicht mehr als Armut oder es ist zumindest eine andere Form, denn hier leben die Menschen wirklich arm und in krassen Verhaeltnissen. Aber dazu werde ich spaeter mehr schreiben. WEnn ich das irgendwie auch ein bisschen reflektieren kann. Jetzt kann ich nur sagen krass oder „Alter Lachs“

Soweit erstmal Gruesse

Tobi

Kategorien: erste Tage