Naitobi

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Niemals normal!

21 August, 2007 · Kommentar schreiben

Hier mein Beitrag vom Monatg, irgendwie war es gestern nicht moeglich ihn einzustellen.

Heute ist auch in Nairobi Montag und ich hatte nicht wirklich lust auf die Woche, keine Ahnung warum, gibt ja eben so Tage, die man nicht so unbedingt als die seinen bezeichnen wuerde. Montage bedeuten in Nairobi eben auch Wochenanfaenge, alltag, arbeiten. Und ich hatte heute morgen das Gefuehl und die Befuerchtung, dass der Alltag mich gefangen haette, ich mich nur auf meinen Wegen bewegen wuerde. Die WEge, die ich jeden Tag gehe, die Dinge, die ich hier jeden Tag mache, die Sachen, die erledigt werden muessen. MMhh, aber Nairobi ist dann doch irgendwie niemals Alltag, zumindest nicht fuer mich. Bin heute Nachmittag mit dem Matatu unterweghs gewesen und beim Blick aus dem Fenster merkt man wieder, dass man nicht in Europa ist, das dies alles fuer meine Augen und meine Wahrnehmung nicht normal ist. Hier gibt es so viel zu sehen und zu erleben. Und nur eine halbe Stunde Fahrt ist schon ein Abenteuer, macht bewusst, wieviel Elend es hier gibt und wieviel Betriebsamkeit hier herrscht. Es regnete den ganzen Tag und die Strassen, sind nicht wirklich fuer das WEtter gebaut. Ganz zu schweigen von den Autoreifen, deren Profil denen der Formel 1 Bolliden aehnelt, deren Bremsen allerdings nicht. Man fahert also durch Baeche und Pfuetzen, die BAechen aehneln und dabei wird ueberholt und gedraengelt, gehupt und geschoben. Wirklich heftig, was ein Tag regen hier aus bzw. anrichtet. Naja wie gesagt, niemals normal!

Kategorien: dies und das

African Flirting

18 August, 2007 · 1 Kommentar

Ja hier ist man, was das Flirten angeht etwas aggressiver. Ich finde mich nicht unattraktiv und bin durchaus selbstbewusst, aber was mir vorgestern passiert ist, war definitiv nicht auf Liebe auf den ersten Blick zurueckzufuehren!!!

Eine junge afrikanische Dame fragte mich vor dem Cybercafe, ob die Internetverbindung gut sei. Eine nicht doofe Frage, weil es hier durchaus laaaaaaaaaaaaaaannnngggssaaaaaaaaaaaameeeeeeee Cafes gibt. Sie kam dann mit rein und setzte sich neben mich und schielte die ganze Zeit auf meinen Monitor. Fragte dann, ob ich Ujirumani (german) sei. Ich bejahte dies kurzangebunden, weil sie mir suspekt schien. Dann, nachdem sie ihre 10 Cent Startgebuehr versurft hatte, wuehlte sie in ihrer Tasche herum, packte ein halbe Stunde lang alles aus und wieder ein, bis ich nach ca. 40 Minuten mit meinen Sachen fertig war. Ich zahlte, sie zahlte ebenfalls und wartete vor der Tuer auf mich. Ich ging zur Sicherheit auf Toilette, was passierte als ich rauskam? Sie dachte, sie koenne ja mal ihre Tasche durchsuchen, womit sie abrupt fertig wurde, als ich erschien. Sie fragte mich wie mir Kenia gefalle und ich sagte: „GUT“. Sie sagte sie sei sehr durstig und wolle nun was trinken. Ich sagte : „Geniess es!!“ Das alles geschah nun schon im Gehen und sie lief neben mir her. Nach ca. 5 Minuten weiterer Hinweise auf nette Lokale gab sie auf und verlies mich.

Soviel also zu meiner ersten verpassten afrikanischen Liebe. Naja ich habe irgendwie das Gefuehl gehabt, als sei es ihr nicht um mich gegangen. Mmmhh.

Im Grunde schon komisch. Denn im Nachhinein wurde mir bewusst, dass die gegenseitigen Vorurteile (weiss=reich und schwarz=will ein Geschaeft mit mir machen) vielleicht wirklich nette Begegnungen verhindern koennen. Ich will und muss also irgendwie eine Mischung finden, zwischen gesundem Misstrauen und Offenheit, was hier wirklich nicht so einfach ist. Denn wenn ich zu offen bin, dann habe ich ca. 10 Souvenirs gekauft, 5 Taxifahrern ihren Tageslohn beschert, 5 mal zu Mittag gegessen und 10 Organisationen bei ihrer Gruendung geholfen und das nur auf den 500 Metern, die ich nach Hause gehe.   

Kategorien: dies und das

Pimp my Matatu

13 August, 2007 · 1 Kommentar

Hier mal was eher lustiges. Matatus sind die „kleinen“ Busse, oft Suzuki Wagon R+, die hier das Haupttransportmittel darstellen. Sie fahren ueberall los und dann irgendwohin. Sie wechseln taeglich die Routen und fast jeden Tag liest man oder hoert man von irgendeinem Unfall. Die Fahrer sind vom Teufel geritten und nehmen weder Ruecksicht auf das Auto, noch auf die anderen Autos noch auf sich, die Radfahrer oder die Fahrgaeste. Verkehrsinseln sind Abkeurzungen und Graeben sind Ueberholspuren.

Die Matatus sind wie gesagt Subarus oder Suzukis und man fuehlt sich wie in einem Clownauto, denn es sitzen oft zwischen 14 und 16 Personen in so einer Karre. Das ist schon krass. Lustig wird es dann, wenn man eines von den Hip-Hop Matatus erwischt, die direkt von X-Zibit getunt sein koennten. Es sind fette LCD Displays eingebaut und Neonroehren und die vermutlich schlechtesten Boxen der Welt. Hier laueft dann Brandy oder R.Kelly oder Christ-Soul oder anderes Zeugs, dass mehr weh tut, als das es STimmung macht. Aber die Leute hier fahren darauf ab.

Ein SPort hier ist das Matatu Riding, die Geldeinsammler, haengen sich aus dem fahrenden Wagen, springen bei 15-20 Kmh mal kurz ab um dann wieder draufzusteigen. Das tuen viele nicht etwas nuechtern, sondern sie kauen dabei fleissig gatt. Beeindruckend. Man stelle sich also vor. Ein Bus Deutschland ware mit ca. 100 Leute beladen, ein kiffender Jugendlicher sammelt Geld von ihnen ein und niemand weiss genau wo der Bus lang fahert. Dabei beeindruckt der Junge mit kleinen Kunststuecken wahrend er genuesslich seinen Joint raucht. 

Soviel zu den kleinen kulturellen Unterschieden.

Matatu Ausblick

Kategorien: dies und das