Naitobi

Unerwartet

14 September, 2007 · Kommentar schreiben

Mein Projektleiter kuemmert sich neben dem Fussballprojekt noch um ein weiteres Projekt. Bei „Best Buddies“ werden geistig behinderte Kinder mit gesunden Kindern verkuppelt, damit sie gemeinsam Zeit verbringen. Der Sinn dahinter ist, den nicht behinderten Kindern die Angst vor diesen Kindern zu nehmen und die behinderten Kinder haben werden normal behandelt, sie fuehlen sich nicht wie Aussaetzige und koennen einfach mal Dinge tun, die fuer andere Kinder normal sind. Also ein Integrationsprojekt fuer geistig behinderte MEnschen, dass vom Begruender der Paralympics ins LEben gerufen wurde.

Im Rahmen dieses Projektes war ich am Mittwoch in einer Schule fuer geistig behinderte und war wirklich erstaunt. Denn die Kinder dort waren genauso wie die Kinder in den Behindertenwerkstaetten, die ich in Deutschland besucht habe. Na klar sind sie genauso sagt ihr, aber was ich meine, sie waren in ihrem Verhalten mir gegenueber genauso wie die Kinder in Deutschland. Es war ein gutes Gefuehl, dass es egal war, dass ich weiss bin. Sie haben einfach keine Ahnung, dass das etwas bedeuten koennte. Ich war interessant, alle wollten mit mir spielen, mir die Hand geben, abklatschen. SIe machten witze ueber mich und mit mir und als ich stolperte und mich fast lang gemacht haette, war ich der Lacher auf dem ganzen Schulhof. Die ganzen Erwartungen, die man sonst oft mit meiner Hautfarbe assoziiert, waren hier einfach weggewischt. Das war eine entspannende, wenn auch teilweise anstrengende Erfahung, schliesslich ist es nicht einfach sich gegen ca. 70 Haende zu verteidigen, die einem an Hemd Hose und Schuhen zupfen und ich musste mein Hemd unzaehlige Male wieder zumachen und meine Schuhe noch oefter wieder zubinden.

Kategorien: Leben in Nairobi