Ich war nun sechs Tage in Kenia unterwegs, habe Busse, Tuk-Tuks (2 Takte, drei Raeder), Faehre und Flugzeug benutzt um dieses Land ein wenig zu erkunden und kennenzulernen. Sechs Tage und jeden Tag habe ich etwas Neues gesehen und andere Menschen getroffen. Ich bin also wirklich durch das Land gereist und habe ein wenig begriffen, was es heisst ein Land zu bereisen. Die Straende, die ich gesehen habe, waren die schoensten, die ich je gesehen habe, das Wasser war waermer, der Ozean tuerkiser und die Landschaften mit wechselnder Vegetation und einer herrlichen Farbenpracht beeindruckend, ja ueberwaeltigend. Ganz sicher gibt es auf der Welt aehnlich beeindruckende Orte und Laender, aber was die letzten Tage so besonders gemacht hat, war die Art und Weise, wie wir uns (2 Maedels und ein weiterer Kerl aus dem YMCA) dies erschlossen haben. Wir haben es nicht geschenkt bekommen, haben nicht einfach etwas aus dem Menue gewaehlt, sondern wir haben uns all das erobert. Wir sind 9 Stunden mit dem Bus gefahren, haben 3 Unterschiedliche Matatus benutzt, haben eine vollgequetschte Faehre mir Huehnern, Autos, Lastern undUnmengen von Menschen geteilt, haben alles selbst organisiert und geplant, haben uns gegen 15 Taxifahrer zur Wehr gesetzt und letztendes wussten wir doch nicht, was auf uns zukommt. Das wir dann 50 Meter entfernt vom Indischen Ozean geschlafen haben und mit Blick auf eben diesen gefruehstuckt haben, war also deshalb auch so ueberwaeltigend, weil es so spontan war. Es ist also ein wirklicher Unterschied, ob man „nur“ Urlaub macht oder wirklich eine Reise tut.
Ich will damit in keinster Weise behaupten, dass es schlechter ist einen Pauschalurlaub zu buchen, oder das das minderwertiger sei. Es ist einfach nur eine andere Art. Sicher kommt man hier auch raus und lernt etwas Neues kennen, man macht dann eben Urlaub. Aber ich habe das alles, glaube ich, schon anders wahrgenommen, als die Pauschaltouristen, die in der Strandbar neben mir gesessen haben.