Heute morgen habe ich meine Runde durch den Park gemacht und alles war irgendwie anders als sonst. Zunaechst einmal habe ich mich gewundert, warum es so dunkel war. Als ich dann die Koeche mit Kerzen durch die Kueche laufen sah, wurde mir bewusst, was hier anders war: KEIN Strom. Aber das ist irgendwie schon gewoehnlich in Nairobi, zumindest nichts, was irgendwie groessere Aufmerksamkeit erregt. Die Stadtteile in denen der Strom ausfaellt, werden sogar schon einen Tag vorher in der Zeitung bekannt gegeben. Als ich dann auf die Strasse lief, kamen mir Massen von Kindern entgegen. Alle in ihren Uniformen. Ich bemerkte also, dass die Ferien zu Ende sein mussten. Aber wenn man annimmt, dass die Strassen in Deutschland voll von ABC-SChuetzen sind, dann ist das hier das Gleiche hoch 5. Wirklich herftig und der Eindruck verstaerkt sich noch, weil die Kinder alle Uniformen tragen, so also aus der Masse herausstechen. Genauso wir die Schulferien zu Ende gehen, gehen wohl auch die Ferien fuer die kleinen „Kioskbesitzer“ zu Ende. Rund um die SChulen findet man nun kleine Laeden, die Saft Milch und Brot verkaufen. Erstaunlich, weil diese Laeden offensichtlich aus dem nichts entstehen. Und auf einmal sind da an fuenf Ecken Holzbuden, die gespickt sind mit Snacks und Drinks. Da ist man hier wirklich erstaunlich flexibel. Die Schulbusse sind lustig vollgepackt. Lustig von Aussen anzusehen, denn drin sitzen wollte ich nicht. Ist wie eine Schuetteldose, ganz viele Kinder rein und dann werden sie durch die Strassen kraeftig durchgeruettelt. Was dann noch im Hirn ist, das ist wirklich wichtig, der REst geht auf dem Weg verloren und endet als unnuetzes Wissen im Matatu. Aber ernsthaft: Wenn man in Deutschland Huehner so eng zusammengestapelt transportieren wuerde, wuerden gleich vier NGOs auf die Barrikaden gehen. Aber ich habe gesehen, dass die Kinder alle unversehrt den Bus verlassen haben und es ihnen gut ging, sie haben sogar noch gelacht.