Naitobi

Maerkte

1 September, 2007 · 1 Kommentar

Ich komme gerade vom Markt und das ist mal anstrengend. Den meisten, die schonmal in irgeneineim westlichen Land zu Gast waren, werden das kennen. Menschen, die das verhandeln mit der Muttermilch aufsaugen versuchen einem allerhand nuetzliches und weniger nuetzliches Zeug anzudrehen. Dabei haben sie wirklich alle Techniken drauf, die man sich so vorstellen kann. Ich habe viele neue Brueder (brothers) und noch mehr Freunde, ich habe geschaetzte 400 Haende geschuettelt und fuehle mich ein bisschen wie der Bundespraesident, weil alle so froh sind mich in ihrem Land begruessen zu duerfen. Einige Verkaeufer sind allerdings auch nicht so freundlich, wenn man sie nach dem Preis fragt, versuchen sie die gesamte Geschichte der Unterdrueckung und Ausbeutung des afrikanischen Kontinents im Preis fuer einen Hut zu verpacken und beginnen wirklich aergerlich zu tun: “ Du willst uns immernoch ausbeuten, ja so ist der weisse man, stets will er den schwarzen Mann ueber das Ohr hauen.“ Seine „Schwester wirkt dann beschwichtigend auf ihn ein und beginnte das guter Bulle – boeser Bulle Spiel. Sie sagt, dass wir es bestimmt nicht so gemeint haetten und so weiter.  Es ist ziemlich schwer sich einmal von einem Stand zu entfernen, wenn man einmal ein Gespraech begonnen oder auch nur einen Blick riskiert hat. Nicht zuletzt, weil ich meine Hand, die der Verkaeufer gern behalten wuerde und sie ununterborchen schuettelt, gerne mitnehmen moechte.

Meinen Guertel wollte man mir auch abkaufen, wollte ich aber gern behalten, konnte Sammy nicht verstehen. Naja muss er ja auch nicht. Bin nur froh, dass ich nun schon etwas hier bin und daher einige Dinge zu nehmen weiss. Einige frisch angekommene Touristen sind da etwas schockierter und sahen so aus, als ob sie wirklich ein schlechtes Gewissen haetten, weil sie den „schwarzen Mann“ immernoch unterdrucken wollen.

Kategorien: Leben in Nairobi